Ich wusste, dass diese Revolution anders ist. Und ich sagte dir, du seist wie die Nacht, in der ein Diktator stirbt, ein Land befreit wird und die Menschen tanzen und buntes Konfetti in die Luft werfen. Sie wissen, dass sie am nächsten Tag fassungsloser sein werden als je zuvor, aber sie tanzen. Es ist für sie längst zur Gewohnheit geworden, in einer Nacht zu tanzen, von deren Morgen sie nichts ahnen. Ich stehe noch immer in der Ecke des Zimmers und betrachte deinen Schatten; einen Schatten, dessen spärliche Präsenz die Lichtstrahlen hindurchlässt, die auf die Wand fallen. Ich fordere deine Umarmung von dieser kalten Steinwand ein. Wann wird diese Schuld beglichen? Ich stehe schon so lange in der Ecke des Zimmers und starre auf die Fülle deiner Abwesenheit; auf den Gedichtband, von dem ich nicht mehr weiß, wovon seine Verse erzählen. Du warst für mich der Sinn von Forughs Gedichten; nun hast du auch diesen Sinn in deinen Koffer gepackt und mitgenommen. Und ich habe mich verloren zwischen den Briefen, die du niemals lesen wirst, den Tränen, die deine Hände niemals abwischen werden, dem Rauch der Zigaretten, die du nicht rauchst, und der plötzlichen Fremdheit zwischen uns. Eines Tages werde ich mich wiederfinden; doch dieser Tag wird der Morgen nach der Revolution sein, wenn der Diktator sich erst vor Kurzem dem Tod ergeben hat. Ich werde mich finden, erschöpft vom Tanz der letzten Nacht, zwischen buntem Konfetti an der Straßenecke und Parteiplakaten, inmitten des Chaos und dem ratlosen „Was nun, was nun“ der Ungewissheit. Wie schnell doch der Morgen anbrach und die unbarmherzige Sonne mir deine Abwesenheit vor Augen führte. Ich, der ich die Geschichte doch auswendig kannte, warum hat mich dieses Ende so überrascht?