Die Bedeutung der Umwelt, die menschliche Berufung und siebzehn globale Schritte für ein nachhaltiges Leben

Die Erde, diese im Kosmos schwebende blau-grüne Kugel, ist die einzige bekannte Heimat für die Menschheit und Millionen anderer biologischer Arten. Das eng verwobene und komplexe Netz, das wir „Umwelt“ nennen, ist die grundlegende Basis unseres Lebens, unseres Atems, unserer Ernährung und unseres Überlebens. In den letzten Jahrhunderten jedoch haben die Beschleunigung der industriellen Entwicklung und der ungezügelte Konsum dieses empfindliche Gleichgewicht an den Rand des Zusammenbruchs getrieben. In einer solchen historischen Phase ist das Verständnis für die Bedeutung der Umwelt und die Akzeptanz unserer „Khish-Kari“ (innere Berufung und Eigenverantwortung) ihr gegenüber keine ethische Wahl mehr, sondern die einzige Rettung für das Überleben zukünftiger Generationen.


Dimensionen der Umweltbedeutung: Warum wir besorgt sein sollten

Die Umwelt ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, Flüssen und Tieren; sie ist das Lebenserhaltungssystem der Menschheit. Die Bedeutung dieses riesigen Ökosystems lässt sich in mehreren grundlegenden Dimensionen untersuchen:


Erstens: Regulierung von Lebens- und Klimazyklen: Wälder und Ozeane sind die Lungen der Erde. Sie absorbieren Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Veränderungen in diesen Strukturen führen zur Störung des Wasserkreislaufs, zu schweren klimatischen Veränderungen, verheerenden Dürren und tödlichen Überschwemmungen. Die Umwelt zu bewahren bedeutet, die klimatische Stabilität zu erhalten, auf der die menschliche Zivilisation aufbaut.


Zweitens: Erhalt der Artenvielfalt: Jede Pflanzen- und Tierart spielt eine einzigartige Rolle im Ökosystem. Das Aussterben einer Art kann die gesamte Struktur ins Wanken bringen, als würde man einen Stein aus einer Mauer ziehen. Die Artenvielfalt ist die Hauptquelle unserer Medikamente, die Grundlage der Bestäubung in der Landwirtschaft und unsere Widerstandsfähigkeit gegen Pandemien.


Drittens: Physische und psychische Gesundheit des Menschen: Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung stehen in direktem Zusammenhang mit einer Zunahme von Atemwegs- und Herzerkrankungen, Krebs und neurologischen Störungen. Darüber hinaus haben umfangreiche Forschungen gezeigt, dass die Verbundenheit mit unberührter Natur tiefgreifende Auswirkungen auf den Abbau von Stress und Depressionen hat und die psychische Gesundheit verbessert. Die Zerstörung der Umwelt ist in Wahrheit die Zerstörung des psychologischen Zufluchtsortes des modernen Menschen.

Viertens: Wirtschafts- und Ernährungssicherheit: Die Weltwirtschaft ist stark von natürlichen Ressourcen abhängig. Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus und sogar das verarbeitende Gewerbe wären ohne sauberes Wasser, fruchtbaren Boden und nachhaltige Rohstoffe lahmgelegt. Die Zerstörung der Umwelt ist gleichbedeutend mit weit verbreiteter Armut, Hungersnöten und Kriegen um Grundressourcen.

 

„Khish-Kari“ gegenüber der Natur: Erwachen und individuelle Verantwortung

In der alten Literatur und Philosophie bedeutet „Khish-Kari“ die innere Berufung, die angeborene Pflicht und die Rolle, die jeder Einzelne in der Ordnung des Universums übernimmt. Ökologische Khish-Kari bedeutet, dass wir nicht auf Wunder von Regierungen oder internationalen Organisationen warten dürfen. Vielmehr müssen wir akzeptieren, dass jede alltägliche Handlung – wie klein sie auch sein mag, vom Kauf eines einfachen Produkts bis zur Müllentsorgung – direkte Auswirkungen auf den Körper der Erde hat.

Die Annahme dieser Berufung erfordert einen grundlegenden Paradigmenwechsel: den Übergang von der Sichtweise „Der Mensch als Besitzer der Natur“ zur Sichtweise „Der Mensch als Beschützer und Teil der Natur“. Diese persönliche Mission manifestiert sich in den folgenden Verhaltensweisen:

Bewusster Konsum: Sich vor jedem Kauf fragen: Brauche ich diesen Artikel wirklich? Und hat die Herstellung dieses Produkts der Umwelt geschadet?

Reduzierung des CO2-Fußabdrucks: Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Reduzierung des Fleischkonsums, Management des Energieverbrauchs zu Hause und Unterstützung sauberer Energien.

Abfallwirtschaft: Konsequente Umsetzung der Regel der Abfallvermeidung (Reduce), Wiederverwendung (Reuse) und des Recyclings (Recycle).

Bildung und Bewusstseinsbildung: Weitergabe von Wissen und Liebe zur Natur an Kinder und unser Umfeld. Keine Nachhaltigkeitsbewegung ist ohne öffentliche Bildung erfolgreich.

 

Siebzehn globale Aktivitäten und Ziele zur Rettung des Planeten (SDGs)

Die Vereinten Nationen und ihre angegliederten Umweltorganisationen (wie UNEP) haben siebzehn übergeordnete Ziele formuliert, die als „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (SDGs) bezeichnet werden, um die weltweiten Bemühungen in Einklang zu bringen. Diese Ziele, die einen Fahrplan für eine bessere Welt bis 2030 darstellen, sind eng mit dem Umweltschutz und der Verbesserung der Lebensqualität der Menschheit verknüpft. Die Auseinandersetzung mit diesen siebzehn Punkten erweitert unsere Perspektive auf die enorme Reichweite des Begriffs „Nachhaltigkeit“.

  1. Keine Armut: Armut ist eine der Hauptursachen für die Umweltzerstörung. Verarmte Gemeinschaften sind für ihr kurzfristiges Überleben gezwungen, Wälder abzuholzen, übermäßig zu jagen und nicht nachhaltige Ressourcen zu nutzen. Die Ausrottung der Armut ist ein wesentlicher Schritt zur Verringerung des Drucks auf die natürlichen Ressourcen.
  2. Kein Hunger: Gewährleistung der Ernährungssicherheit durch Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Die industrielle Landwirtschaft mit ihrem übermäßigen Einsatz von Giften und chemischen Düngemitteln zerstört Böden und Wasser. Dieses Ziel betont Methoden, die ausreichend Nahrung produzieren und gleichzeitig zur Regeneration der Böden und zum Erhalt der Pflanzenvielfalt beitragen.
  3. Gesundheit und Wohlergehen: Die Senkung der Sterblichkeitsraten, die auf Umweltbelastungen (wie Luft-, Wasser- und giftige chemische Verschmutzung) zurückzuführen sind, ist ein wichtiger Teilaspekt dieses Ziels. Ein gesunder Mensch braucht eine gesunde Erde.
  4. Hochwertige Bildung: Allgemeine Bildung über den Klimawandel, den Umweltschutz und einen nachhaltigen Lebensstil. Dieses Ziel stellt sicher, dass künftige Generationen mit dem nötigen Wissen heranwachsen, um ihren Planeten zu schützen.
  5. Geschlechtergleichheit: In vielen Entwicklungsländern sind Frauen für die Beschaffung von Wasser, Nahrung und Brennstoff zuständig und leiden am meisten unter Dürren und Umweltkrisen. Die Stärkung der Rolle der Frau erhöht die Kapazität von Gemeinschaften für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement erheblich.
  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Schutz der Süßwasserressourcen, Wiederherstellung von Feuchtgebieten, Abwasserbehandlung und Verhinderung des Eindringens von Chemikalien in Flüsse. Die Wasserkrise ist eine der ernsthaftesten Umweltbedrohungen unseres Jahrhunderts.
  7. Bezahlbare und saubere Energie: Der Übergang von fossilen Brennstoffen (Öl, Gas und Kohle) hin zu erneuerbaren Energien wie Sonnen-, Wind- und Geothermie. Diese Maßnahme ist der entscheidendste Schritt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Entkopplung des Wirtschaftswachstums von der Umweltzerstörung. Dieses Ziel legt den Schwerpunkt auf die Schaffung von „grünen Arbeitsplätzen“ und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft, in der die Schaffung von Wohlstand nicht auf Kosten der Zerstörung der Natur geht.
  9. Industrie, Innovation und Infrastruktur: Modernisierung der Industrien für eine effizientere Ressourcennutzung und eine stärkere Abhängigkeit von umweltfreundlichen Technologien. Nachhaltige Infrastrukturen können die Widerstandsfähigkeit von Städten gegenüber Naturkatastrophen erhöhen.
  10. Weniger Ungleichheiten: Umweltkrisen fügen den armen und marginalisierten Ländern den größten Schaden zu. Der Abbau von Ungleichheiten bedeutet eine gerechte Verteilung der Ressourcen sowie eine gerechte Verteilung der durch den Klimawandel entstehenden Kosten.
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden: Entwicklung sauberer öffentlicher Verkehrssysteme, Erhöhung der städtischen Grünflächen pro Kopf, intelligentes Abfallmanagement und Verringerung der Luftverschmutzung in Metropolen. Städte sind die weltweiten Hauptverbraucher von Energie und die Hauptproduzenten von Kohlenstoff.
  12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion: Veränderung aktueller destruktiver Muster. Dieses Ziel führt direkt auf unsere „Khish-Kari“ (Eigenverantwortung) zurück. Die Halbierung der Lebensmittelabfälle, das Chemikalienmanagement und die Reduzierung von Einwegplastik sind Voraussetzungen in diesem Bereich.
  13. Maßnahmen zum Klimaschutz: Ergreifung dringender Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Dies umfasst die Integration von Klimaschutzmaßnahmen in die nationale Politik, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen und umfassende Aufklärung zur Kohlenstoffreduzierung.
  14. Leben unter Wasser: Schutz der Ozeane und Meere. Ozeane sind die Klimaregulatoren der Erde. Das Verhindern des Eindringens von Plastikmüll in Gewässer, der Stopp von Schleppnetzfischerei und Überfischung sowie die Verhinderung der Ozeanversauerung sind für das Überleben des Meereslebens unerlässlich.
  15. Leben an Land: Schutz, Wiederherstellung und Förderung der nachhaltigen Nutzung von Landökosystemen. Bekämpfung der Wüstenbildung, Stopp der Entwaldung und Verhinderung des Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten. Dieses Ziel zielt direkt auf das schlagende Herz der terrestrischen Umwelt ab.
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Kriege und bewaffnete Konflikte gehören zu den größten Zerstörern der Umwelt (durch den Einsatz chemischer Waffen, die Zerstörung von Infrastruktur und das Niederbrennen von Wäldern). Die Schaffung von Frieden und das Vorhandensein starker rechtlicher Institutionen zur Bekämpfung von Umweltverbrechen (wie Holz- oder Tierschmuggel) sind zwingend erforderlich.
  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Kein Land kann Umweltkrisen alleine bewältigen. Luftverschmutzung kennt keine Grenzen. Dieses Ziel unterstreicht die internationale Zusammenarbeit, den Transfer grüner Technologien in Entwicklungsländer und eine globale Allianz zur Rettung der Erde.


Die Synergie der siebzehn globalen Ziele mit der inneren Berufung und Verantwortung jedes einzelnen Menschen ist der einzige Weg, der den dunklen Schatten der Zerstörung von der Erde und der Mutter-Natur abwenden kann. Die Umwelt ist kein von unseren Vorfahren geerbtes Vermächtnis, sondern ein Kredit, den wir nicht von unseren Vätern, sondern von unseren Kindern aufgenommen haben. Das Erwachen für diese Wahrheit ist der erste Schritt auf dem langen Weg zur Heilung unseres gemeinsamen Zuhauses.