Er sitzt wartend auf einer Bank, auf der der Regen der letzten Nacht seine Spuren hinterlassen hat.

Er streicht mit der Hand über die Wassertropfen. Er schiebt ein paar Tropfen zusammen, damit sie ein größerer Tropfen werden. Er betrachtet die Blume in seiner Hand. Der Florist hat vergessen, einen der Dornen abzureißen. Mit dem Zeigefinger streichelt er den Dorn. Er hat Mitleid mit ihm. Er denkt sich: Wenn es den Dorn nicht gäbe, wer wäre dann der Wächter der Blume? Warum lieben alle die Blume und hassen den Dorn? Er mag den Dorn lieber. Diese Leute verstehen das nicht. Sie urteilen nur nach dem Aussehen.


Mit der Schuhspitze schiebt er die Kieselsteine vor seinen Füßen hin und her. Er schaut auf seine Uhr. Es ist noch nicht spät. Er erinnert sich an den Tag, an dem sie sich zum ersten Mal treffen sollten. Da er keinen Anzug hatte, musste er sich einen von seinem Freund leihen. Zwei Stunden vor der Verabredung war er fertig. Der kamelfarbene Anzug hatte seine Männlichkeit um ein Vielfaches verstärkt. Er hatte sich noch nie einen Anzug gekauft, weil ihm das Geld fehlte. Jetzt sah er sich dank dieser Verabredung und der Gefälligkeit seines Freundes zum ersten Mal in seinem „Sonntagsstaat“.


So pflegte sein Großvater es zu sagen. Wann immer er jemanden herausgeputzt in einem Anzug sah, sagte er: „Der Typ hat seinen Sonntagsstaat an!“ Er kämmte sein dichtes Haar. Er bemerkte ein paar weiße Haare. Er lächelte voller Stolz. Er dachte sich, dass Frauen auf diese Art von Männern stehen. So sah er reif aus. Er strich den gestärkten Kragen seines Hemdes glatt. Er atmete aus. Die Stimme eines alten Mannes riss ihn aus seinen Erinnerungen. „Möchten Sie, dass ich aus dem Koran lese?“ In seinem Herzen antwortete er: „Wenn sie dadurch zurückkommt, lies.“ Er stand auf. Er hockte sich auf die Zehenspitzen.

Seine Tränen wuschen den Staub vom Stein.