هم داستان میزبان فروتن چراغ افروزان


Allianz gegen die Finsternis: Ein nationaler Pakt als Handschlag der Einheit.
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Von: Dr. Abdolreza Eshghipour

Vor dem gewaltigen Angesicht der Geschichte, dort, wo die Worte vor der schieren Größe des Leids eines Volkes kapitulieren und die Feder in der Hand derer erzittert, die nach Gerechtigkeit dürsten, war eine „Zahl“ niemals bloß ein stummes mathematisches Zeichen. In der Sphäre der Geschichtsschreibung und der Analyse unserer Qualen sind Statistiken und Daten weit mehr als abstrakte Symbole; sie sind eine schwere Bürde auf den Schultern des Chronisten, ein Echo und ein Mahnmal für jene, die ihr Leben auf dem Altar des Vaterlandes opferten.

Obgleich über die Opfer des Vaterlandes mit mal präzisen, mal vagen Zahlen debattiert wird, wissen wir wohl, dass die Reduzierung dieser Tragödie auf ein seelenloses Zahlenwerk ein strategischer Frevel ist. Jedes Opfer in dieser Statistik erzählt vom Einsturz eines ganzen Himmels und vom Sterben der menschlichen Integrität. Meine Berufung auf die Berichte unabhängiger Institutionen, auf Feldforschungen, gestützt auf die Sichtung von über zweitausend Minuten Videomaterial, und auf das Klagen der Familien, die zwischen Bangen und Hoffen nach ihren Verschollenen suchen, ist nichts Geringeres als der Versuch, die historischen Dimensionen eines Ereignisses zu fixieren. Dies geschieht, damit im dichten Nebel der Zeit die Wahrheit dieser leidenschaftlichen Seelen nicht der Vergessenheit anheimfällt.

In diesem rasanten und schicksalhaften Wendepunkt der Geschichte bedürfen wir mehr denn je der Schließung eines „Nationalen Paktes“, der um die angeborene Würde des Menschen kreist. Die Geschichte, diese unerbittliche und deutliche Lehrmeisterin, schreit uns ins Ohr, dass die Spaltung das weiteste Tor für das Eindringen des Dämons der Hoffnungslosigkeit und der Garant für die Fortdauer endloser Qualen ist. Auf dem dornigen Pfad der Befreiung ist man bisweilen gezwungen, die Welt durch das Prisma der „Notwendigkeit“ zu betrachten. Die Geschichte der menschlichen Zivilisation ist übervoll von taktischen Allianzen, um existenzielle Sackgassen zu überwinden.

Ein Blick auf die vergangenen Jahrhunderte verdeutlicht dies: Als Frankreich den Amerikanern zur Hilfe eilte, um die britischen Besatzer zurückzudrängen, geschah dieses Bündnis nicht aus romantischer Neigung, sondern aus existenzieller Zweckmäßigkeit und historischer Notwendigkeit. Auch heute bedeutet die Nutzung internationaler Antagonismen und das Identifizieren der Bruchstellen im Gefüge der Feinde dieser Erde keineswegs eine Reinwaschung der Weste fremder Mächte. Vielmehr ist es der absolute Vorrang, den wir dem „Herzschlag Irans“ einräumen. Jene Person oder jene Gesinnung, die heute unter dem Vorwand einer Flagge oder der Präsenz einer bestimmten Strömung aus den Reihen der nationalen Solidarität flieht, spielt, ob gewollt oder ungewollt, auf dem Feld derer, deren Überleben an den Unfrieden geknüpft ist.

Wir müssen die Lage mit wachen Augen und kompromisslosem Realismus analysieren. Es ist unmöglich, die Straße mit bloßen Händen in einen Schlachthof zu verwandeln, wenn man einem Despoten gegenübersteht, der selbst aus dem Blut der Verwundeten noch Profit schlägt. Wir sprechen von einem Feind, der mit grenzenloser Schamlosigkeit die halbtoten Körper und die leblosen Hüllen der Landeskinder gegen den Schmutz des Rial eintauscht. Jene, die für geringe Summen die Verletzten von ihren Krankenbetten in die Schlachthäuser staatlicher Lager und Haftanstalten schleppten, wo Prämien von 10 Millionen Toman für einen Verletzten und 30 Millionen Toman für einen Leichnam den Anreiz boten, Menschen aus den Hospitälern zu reißen.

Hier liegt der Grund, warum wir für die Absetzung dieser Bestien und die Überwindung dieser schamlosen Ideologie internationaler Unterstützung und präziser Organisation bedürfen. Wir dürfen die reinen Seelen nicht in ein ungleiches Gemetzel schicken oder sie zur Tatenlosigkeit in ihren Häusern verdammen. Das Endziel ist klar: Die Etablierung einer freien Wahlurne, die nach dem Durchschreiten dieser bitteren Hölle über jedes Schicksal in Iran entscheiden wird. Dies bedeutet die Errichtung einer freien Wahl unter der Aufsicht kompetenter globaler Institutionen, jener Punkt der Erlösung, der nach dieser aufgezwungenen, siebenundvierzigjährigen Agonie das neue Schicksal Irans besiegeln wird.

Unsere einzige Lösung ist Solidarität und Einheit. Die Einheit ist ein stählerner Panzer gegen die Wiederkehr der bitteren Repetitionen der Geschichte. Die soziologische Wahrheit lehrt uns: Wann immer eine Gesellschaft anstelle dynamischer Pluralität einer zerstörerischen Spaltung anheimfällt, verliert sie ihre Kontroll, und Abschreckungskraft gegenüber der Tyrannei. Unsere heutige Solidarität ist, jenseits jeglichen Geschmacks, religiösen Glaubens oder politischer Überzeugung, der einzige Weg zum Schutz der territorialen Integrität und des altehrwürdigen Glanzes des Namens Iran.

Eine echte und wahrhaftige Demokratie ist keine dekorative Ware, die man über die Türschwellen hängt, um intellektuelle Eitelkeit zur Schau zu stellen. Demokratie ist ein Samen, der nur im fruchtbaren Boden des Respekts vor dem „Recht auf Leben“ und der „individuellen Freiheit“ gedeiht. Lasst uns die Konzentration unserer Kräfte von den endlosen Urteilen über die Grausamkeit anderer hin zur „unerschöpflichen Macht unserer eigenen Verbundenheit“ lenken und deren Zukunft ihnen selbst überlassen.

Der Sieg über diese grundlose Bosheit und diese dichte Finsternis liegt nicht im Glanz der Waffen, sondern in der unlösbaren Verbindung der Hände und Herzen, die für die Freiheit schlagen. Erinnern wir uns daran, dass eine solidarische Gesellschaft nicht eine ist, in der alle Individuen gleich denken, sondern eine, in der die Individuen miteinander in den Dialog treten.

In der Hoffnung auf den Tag, an dem Gerechtigkeit kein ferner Wunschtraum mehr ist, sondern eine lebendige Wahrheit, die durch die erstarrten Adern des Vaterlandes fließt.

 

Hamburg - Fenruar 2026 

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